Projekt Kunst und Musik


Schubert, gezeichnet von Maximilian

Projekt „Schuberts Unvollendete“

in Zusammenarbeit mit den Hamburger Symphonikern und der Hamburger Kunsthalle (April/Mai 2009)

Zur Vorbereitung des Themas im Musikunterricht haben wir uns zunächst Beispiele aus dem 1. Satz der 8. Symphonie von Schubert, der Unvollendeten, angehört und dazu Rhythmusübungen mit  dem Körper gemacht (Body Percussion).
Das als Motiv in der Unvollendeten verarbeitete Frühlingslied (Ländlermotiv), ursprünglich ein österreichisches Volkslied,  haben wir gesungen, geflötet und mit Klangstäben begleitet. Aus Texten und einem Hörspiel haben wir etwas über Schuberts Leben erfahren.

Ende April machten wir einen Ausflug in die Kunsthalle, wo wir einige Gemälde aus der Zeit, in der Schubert lebte, genauer betrachteten (Otto Philipp Runge „Die Hülsenbeckschen Kinder“, Caspar David Friedrich „Der Wanderer“). Darunter war auch ein Bild Moritz von Schwinds, der ein Freund Schuberts war. Von ihm sind viele Bilder von Schubert und seiner Zeit erhalten. In einem ebenfalls „unvollendeten Kunstwerk“ stellte er die fünf Kinder eines Freundes dar.
Anschließend schrieben wir in der Malschule den Anfang einer „Bildsymphonie“ nach dem Vorbild von von Schwinds Katzensymphonie, in der er Schuberts Unvollendete mit  Katzenmotiven verbildlicht hatte. Jeder konnte ein eigenes Motiv wählen (z.B. Hasen, Schlüssel, Tropfen).

Es folgte ein Besuch von sechs Mitgliedern der Hamburger Symphoniker in unserer Klasse. Zur Begrüßung trugen wir ihnen das Gedicht „Der Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe vor. Schubert kannte viele junge Dichter, deren Gedichte er vertonte, so auch den Erlkönig.
Dann sangen wir das Frühlingslied, musikalisch begleitet von unseren Gästen, die ihre Instrumente (Cello, Bratsche, Geige, Fagott, Querflöte, Klarinette) mitgebracht hatten. Anschließend erarbeiteten wir den Rhythmus des Liedes, erkannten ihn im Begleitsatz wieder und begleiteten den Satz der Musiker mit Body Percussion. Am Ende durfte man den Musikern Fragen stellen.

Anfang Mai besuchten wir eine Probe der Hamburger Symphoniker mit Chefdirigent Jeffrey Tate in der Laeiszhalle (1. Satz der Unvollendeten). Zunächst wurden wir begrüßt und über den Ablauf der Probe informiert. Dann gingen wir in den Probensaal, wo die Musiker schon bei der Arbeit waren. Es war sehr eindrucksvoll, der Musik zu lauschen.

Mir hat das Projekt gut gefallen. Sehr interessant fand ich die Untersuchung der unterschiedlichen Bestandteile der Symphonie (Vorspiel, Haupt- und Seitenthema, Kopfmotiv). Besonders viel Spaß hat mir das Schreiben meiner Hasensymphonie gemacht. Es war toll, dass man einige Musiker persönlich kennen lernen und befragen konnte. Mir fiel auch auf, dass aus etwa der gleichen Zeit stammende, unterschiedliche Kunstwerke gewisse Ähnlichkeiten haben. So finde ich Schuberts Unvollendete sehr traurig. Das unvollendete Bild von Schwinds machte auf mich einen unheimlichen Eindruck. Goethes Gedicht ist traurig und unheimlich zugleich.

Inga
Klasse 4a
27.05.2009